Frankfurt – Klimaschutz UND „Politikwechsel“
– Wer lieber Bewegtbild sieht statt lesen – Video ist unter dem Text –
Frankfurt hat am 15.3.26 gewählt, und die CDU ist stärkste Fraktion vor den Grünen geworden – vor fünf Jahren war das noch umgekehrt. Man kann dieses Ergebnis als „Politikwechsel“ verstehen. Es ist jedenfalls kein „weiter so wie bisher“.
Das Wahlergebnis zeigt auch, dass die Mehrheit der Wähler*innen das Ziel der Klimaneutralität der Stadt Frankfurt bis 2035 unterstützt. Die CDU spricht in ihrem aktuellen Wahlprogramm lediglich von „planvollen Schritten zu wachsendem Klimaschutz“ und setzt kein konkretes Ziel mehr. Ohne klare messbare Ziele ist jedoch kein effektives und effizientes Arbeiten und Steuern der Stadtgeschicke möglich. Und 2022 hat die CDU dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 der damaligen Stadtregierung zugestimmt. Warum heute nicht mehr?
„Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Sie hat bereits tödliche Folgen, und ohne dringende Maßnahmen wird es noch viel schlimmer werden.“ (Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa)
Auch in Frankfurt wird es wärmer, die tropischen Nächte werden häufiger. Die Sterblichkeit nimmt durch Hitzewellen zu. Ältere Menschen, Kranke, Schwangere und auch im Freien arbeitende Menschen sind besonders durch die hohen Temperaturen belastet. Mit Hitze nehmen auch Aggressionen zu. Durch die Klimaveränderung werden Allergien und Asthma häufiger. Auch neue Krankheitsüberträger, wie die Tigermücke, können sich in Frankfurt ansiedeln. Es muss dringend gehandelt werden.
Ich fordere die Stadtverordneten daher auf, im Sinne aller Frankfurter Bürger*innen zu handeln, und sich konkret für Folgendes einzusetzen:
1. Beibehaltung des Ziels „Klimaneutrales Frankfurt 2035“
2. Beschleunigung der Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung
3. Streichung bisheriger Maßnahmen nur, wenn effektivere Maßnahmen bereits wirksam implementiert sind
Im Hinblick auf die Multikrisen in der Welt will ich in Frankfurt keinen Parteienstreit, kein Postengeschachere oder Klientelgeschenke zu Lasten des Gemeinwohls. Ich will eine Stadt, die zusammenhält und zügig Probleme angeht und löst. Ich wünsche mir daher auch Fach- und Umsetzungskompetenz im Magistrat.
Die Klimakrise ist nicht das einzige Thema, und alle Maßnahmen müssen natürlich finanziert werden. Und Dinge werden sich ändern, was erst mal anstrengend und schwierig sein kann. Aber die Klimakrise ist eine elementare Bedrohung der Gesundheit und Sicherheit aller Frankfurter*innen heute sowie der kommenden Generationen und muss bei allen Entscheidungen mit bedacht werden.
Ist auch Ihnen Klimaschutz ein wichtiges Anliegen? Dann unterschreiben Sie die Onlinepetition, gestartet am 16.04.26:
https://innn.it/fuer-klimaschutz-in-frankfurt
Die Petition im Bewegtbild:
Hinweis: Der Halbsatz zum Klimaentscheid stimmt nicht – der Entscheid war später, aber ich wollte meine Zeit nicht mit Video schneiden verbringen. Daher bitte einfach ignorieren.